Köln Triathlon 5.-7.9.2014

Der TV Kalbach war bei diesem Wettkampf stark vertreten: Markus und Michael Halm, Thorsten musste leider kurzfristig wegen Krankheit passen, Moritz Schmidt und ich, der das erste Mal in der M55 starten konnte. Der Köln Halb-Ironman sollte der Saisonhöhepunkt werden, der Trainingsplan war auf dieses Wochenende ausgerichtet.

Samstag nachmittag haben Markus, Michael und ich am Fühlinger See die Räder eingecheckt, die Sonne schien, 22 Grad ein perfektes Wochenende. Für meine Frau Claudia und mich ging es dann zurück in die Kölner Innenstadt zum Übernachten. Gebe es gerne zu – zwei Kölsch am Abend vorm Wettkampf mussten sein, zusammen mit leckerer Pasta in der Altstadt. Nur unser Hotel war schlecht gewählt, die ganze Nacht hatte man das Gefühl, die Straßenbahn fährt direkt durchs Zimmer.

Morgens „ausschlafen“, dank eines Starts um 12:40 Uhr. Mit Shuttlebus zurück zum Fühlinger See und um 12:40 Uhr ging es endlich los. Die Schwimmstrecke ist die Ruderregattabahn am Fühlingersee, ca. 400 Starter pro Gruppe lassen genug Platz beim Start des Schwimmens, Wassertemperatur ca. 20 Grad, Neoprenanzug erlaubt. Die ganze Zeit bis zur Wende und zurück zum Ausstieg geht’s entlang der Regattabahnbojen, super Freiwasserschwimmen ohne zickzack Kurs, fast wäre ich am Wendepunkt vorbeigeschwommen. So macht schwimmen Spaß, leider war nach ca. 35 Minuten meine Lieblingsdisziplin schon durch.

Markus war schon auf seinem Fahrrad als ich endlich mein Rad zum Start schob, warum dauert das Umziehen beim Wechsel immer so lange? Die 90 km Radstrecke führt zunächst in die Innenstadt, abgesperrte Straße nur für die Wettkämpfer, perfekt organisiert – am Kölner Dom vorbei, den wir während des Rennens noch mehrfach sehen werden. Über die Deutzer Brücke zur zweiten Wechselzone und schon geht’s auf die ca. 50 km Schleife zurück am Dom und Fühlinger See vorbei, über die Alte Römerstrasse durch die Felder im Norden Kölns. Die Strecke ist komplett flach, man hat immer genug Platz zum Fahren, ist aber nie allein unterwegs. Nur die Rennschiedsrichter sind kräftig dabei Verwarnungen auszusprechen wegen angeblichen Windschattenfahrens, man fragt sich ob das hinten im Feld wirklich notwendig ist? Im weiten Bogen führt die Strecke zurück zum Dom und zur Wechselzone und noch eine Schleife von 18 km sind zu fahren. Beim dritten überqueren der Deutzer Brücke sind dann auch das erste Mal die Beine zu spüren, und jetzt noch 21 km laufen.

Die Strecke führt nach der Wechselzone zunächst in einer Schleife direkt am Rhein lang dann über die Hohenzollernbrücke, entlang der unzählbaren „Liebesschlösser“ am Geländer. Mit Blick auf den Dom geht es auf der anderen Rheinseite entlang des Rheins und zurück entlang der Altstadt. Eine Herausforderung ist an den Zuschauern vorbeizulaufen, die vor den Cafe’s und Kneipen sitzen und Kuchen oder Currywurst essen,  und sich nicht einfach hinzusetzen. Aber die Stimmung ist hervorragend, immer wieder aufmunterndes Zurufen. Dann kommt die zweite Klippe, über eine Wendeltreppe hinauf auf die Deutzer Brücke, die Beinmuskeln brennen. In der Wechselzone läuft Markus bereits in Ziel, Michael und ich dürfen noch auf eine zweite Runde und auch Moritz treffe ich auf der zweiten Schleife. Noch einmal die Treppe und es geht ins Ziel nach 5:46 Stunden und es dauert nicht lange bis wir unser alkoholfreies Weizenbier zur Belohnung in der Hand haben.

Das Köln-Triathlon Wochenende ist ein sehr schönes Event, alle Disziplinen (Volkstriathlon, olympische Distanz, Halb- und Langdistanz) werden angeboten. Es herrschte immer eine tolle Stimmung – alles perfekt organisiert, ohne den Werberummel anderer großer Veranstaltungen – und die Kulisse am Rhein und Dom ist einmalig.

Axel Hoffmann

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.