Brüder-Grimm-Lauf 10.06.-12.06.2011

Brüder – Grimm – Lauf vom 10. – 12. Juni 2011 … Märchenhafte 82 Kampfkilometer

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Der schwierigste Kampf ist der Kampf mit sich selbst, der schönste Sieg ist der Sieg über sich selbst.

Es herrschte erst seit kurzem Einigkeit im Königreich Optimissimus. Die Bevölkerung, die Optimisten, waren glücklich, voller Hoffnung und Zuversicht auf blühende Landschaften. Doch das noch junge Königreich war in Gefahr. Der Feind, bestehend aus einer Armee von Schweinehunden, war destruktiv und lähmend. Doch ein kleines Dorf namens Kalbach leistete nach wie vor vehementen Widerstand. Aber konnte man die Schweinehunde überhaupt schlagen?

Auf kleinen Nebenkriegsschauplätzen waren den Optimisten erste Erfolge gelungen. Ein Keim Hoffnung blühte auf …. Eine Idee wurde geboren, tief ins Feindesland vorzudringen, den Schweinehunden die Stirn zu bieten, sie zu verhöhnen und ins dunkle Schattenreich zurückzudrängen. In nur 3 Tagen wollte man das 82 km entfernte Hauptquartier der Schweinehunde in Steinau erreichen.

Und so geschah es, dass eines sonnigen Tages König Matthias seine Botschafter hinaus ins ganze Land schickte, um tapfere Ritter zu rekrutieren, die sich zu dieser ehrenwerten Schlacht berufen fühlten. Doch die meisten Menschen hatten Angst. War doch die Armee der Schweinehunde ein Gegner, der noch niemals endgültig besiegt werden konnte. Es fanden sich nur drei unerschrockene Krieger, die sich für diese schwierige Aufgabe imstande sahen: Stephan, Moritz und Stefanie.

Vor dem Auszug aus dem Dörfchen Kalbach wurde sich noch einmal kräftig gestärkt. Mit Wein, Weib und Gesang bot König Matthias und seine Gemahlin Königin Angela der Truppe alles, was das Reich an Luxus zu bieten hatte.

Die noch unerfahrenen jungen Ritter waren sehr zuversichtlich und siegessicher. Es musste schließlich nur jede Stunde 6 bis 7 km tief in das Feindesland vorgedrungen werden. Das würde einfach sein, ein Kinderspiel! Doch der kampferfahrenen König und Veteran ermahnte zur Vorsicht. Er und die Königin kannten den Feind mit all seinem Repertoire an Taktiken.

Nicht nur Krieger unterstanden König Matthias, sondern auch über 30 Unterstützungskräfte bestehend aus Händlern, Köchen, Druiden und Fuhrleuten. Sie waren für das Wohl der Mannschaft verantwortlich. Obwohl sie sich nicht aktiv an dem Kampfgeschehen beteiligten, so würde sich ihre Mithilfe doch noch von unschätzbarem Wert erweisen.

Die Schlacht begann am 10. Juni. Die Ritter Stephan und Moritz traten in Begleitung des Königspaares im Morgengrauen auf dem Hanauer Marktplatz den Kampf an – doch kein Feind ließ sich blicken. Fast ohne nennenswerte Zwischenfälle wurde das erste Ziel am Ende der Rotkäppchen-Etappe in Bulau erreicht.

Beim weiteren Marsch am 11. Juni durch den Märchenwald von Niederrodenbach über den “Käfernberg” vorbei an Dornröschens Schloss bis nach Neuenhaßlau spürten einige Krieger die ersten leichten Anzeichen von Missempfindungen – noch keine ernsthaften Verletzungen, aber erste kleine Nadelstiche der Schweinehunde. Auf dem nachfolgenden Weg von Neuenhaßlau um den „Rauen Berg“, am Haus von Schneewittchen und den sieben Zwerge entlang nach Gelnhausen wandte der Feind die Taktik der psychologischen Kriegsführung an: die Schweinehunde flüsterten der Truppe immer wieder Fragen nach dem Sinn ihres Unterfangens ein.

Gegen diese bösen Gedanken trugen die Köche kiloweise Nudeln, verschiedene Soßen und Töpfe voller Reibekäse herbei.  Fünf Damen bezirzten die Krieger mit ihren Liedern.

Am Folgetag, dem 12. Juni, wurden die beiden tapferen Ritter durch Fräulein Stefanie unterstützt, welche nach einer langen Reise hoch zu Ross aus Philadelphia eintraf. So liefen sie nun zu fünft von Gelnhausen durch den Büdinger Wald über einen starken Anstieg zu den „Vier Fichten“. Hier wurde das Schmerzempfinden der Krieger auf die Probe gestellt, die bereits einige Tage im Kampf waren. Nach Erklimmen des Berges rannten alle dem starken Gefälle zum Trotz nach Wächtersbach, wo ein von Frau Holle geschütteltes Bettchen sowie eine Erfrischung unter einem eiskalten Wasserfall wartete.

Die Druiden im Feldlazarett hatten von Tag zu Tag immer mehr zu tun. Die Schweinehunde waren besonders einfallsreich. Dem berühmten bösen Wolf konnte mit ausreichender Schmierung Einhalt geboten werden, genauso wie den Schutz der Haut vor den verbrennenden Sonnenstrahlen. Eine Wundertinktur des Druiden Voltarenius half den meisten sprichwörtlich über den Berg.

Das unwegsame Gelände und die zunehmende Erschöpfung veranlassten die Krieger auf dem letzten Stück des Weges von Bad Orb nach Steinau vom schnellen Laufen auch mal zum Marschieren zu wechseln. Burgfräulein Stefanie übte sich im Wechsel von Laufen und Gehen. Das gemeinsame Ertragen von Leid und Schmerz schweißte die Truppe zusammen. Es bildete sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das stark und immun gegen die Angriffe der Schweinehunde machte. Freundschaften zu bilden hatte sich als eine gute Strategie gegen den Feind erwiesen.

Je näher die Krieger in die Nähe des Zieles vordrangen, desto sicherer wurden sie, ihre Mission zu erfüllen. Der Angriff auf das Ziel, die letzte Bastion der Pessimisten, stand unmittelbar bevor. Der letzte Kilometer war nur noch zum Genießen. Die Druiden sprachen von körpereigenen Drogen, dem „runners high“. Die grandiose Landschaft tat ihr übriges und lenkte von den zurückliegenden Mühen und Strapazen der letzten beiden Tage ab. Das Ziel vor Augen setzte ungeahnte Kräfte frei. Es war weit und breit kein Schweinehund zu sehen. Sie alle mussten der großen Entschlossenheit der Krieger weichen. Beim Zieleinlauf fiel die große Belastung der letzten Tage wie ein Stein von ihnen ab; einige hatten sogar Tränen in den Augen. Herzlichst schlossen sich alle in die Arme. Ein gemeinsamer und erfolgreicher Sieg über die Schweinehunde konnte gefeiert werden!

Doch auch die schönsten Erinnerungen an den Tag des Sieges verblassen irgendwann… Die Schweinehunde gewinnen still und heimlich an Boden zurück. Unermüdlich möchte das Königspaar die Mission fortsetzen. Dabei sein werden wieder einige erfahrene Veteranen und erneut junge und unerfahrene Kämpfer.

Alle Erfahrungen über die letzte Schlacht wurden niedergeschrieben und von Minnesängern verkündet. Werden die Krieger aus den Erfahrungen der Vergangenheit ihre Lehren ziehen? Werden sie auf den Rat des Königs hören, oder durch eigene Schmerzen lernen? Das nächste Mal wird die Antwort darauf geben.

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Name AK Gesamt 1. Etappe 2. Etappe 3. Etappe 4. Etappe 5. Etappe
Zeit P. P. Ak Zeit P. Ak Zeit P. Ak Zeit P. Ak Zeit P. Ak Zeit P. Ak
Voss Stephan M30 06:25:01 116 15 01:12:19 19 01:04:14 14 01:15:36 14 01:23:39 15 01:29:13 17
Hahn Angela W50 06:33:49 133 1 01:13:45 1 01:05:58 1 01:16:50 1 01:28:04 2 01:29:12 1
Löwe Matthias M50 07:56:38 351 87 01:24:45 84 01:21:15 95 01:33:49 91 01:48:11 88 01:48:38 81
Schmidt Stefanie W20 02:01:39 4 02:15:53 4
Schmidt Moritz M30 01:18:35 35 01:29:23 25 01:35:17 32

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