Salzburg-Marathon 16.05.2010

Salzburg-Marathon am 16.05.2010 … einmal „Hölle“ und zurück!

Bereits zu Jahresbeginn hatte sich der bei unserer Weihnachtsfeier entstandene Wunsch in unserer Läufer-Runde gefestigt, am Salzburg-Marathon teilzunehmen. Nach erfolgreich absolviertem Frankfurter Halbmarathon im März 2010 sowie intensivem Training, d.h. langen Dauerläufen sowie Tempotrainings auf der Aschebahn in Harheim waren wir bereit – bereit für die „Hölle“.

Trotz miserabler Wettervorhersage reisten acht Läufer, Angela, Matthias, Thomas, Stephan, Bea, Moritz, Anja und ich, sowie unser exklusiver Helfer Ralf an Christi Himmelfahrt, dem 13. Mai 2010 in das österreichische Salzburg. Stephan hatte zuvor für alle ein ideal am Rande des Salzburger Stadtzentrums gelegenes Hotel der besonderen Art gebucht – Gasthof Hölle.

Nach kurzer Hotelbesichtigung sowie einer Stärkung im Café Tomaselli am Alten Markt wagten wir uns wieder in das verregnete historische Zentrum Salzburgs. Wir besichtigten den Salzburger Dom und fuhren danach mit der Bahn den Stadtberg zur Festung Hohensalzburg hinauf, einer der ältesten Burgen Europas.

Am Freitag ging es nach einer morgendlichen Laufrunde um den Leopoldskroner Weiher auf den Obersalzberg bei Berchtesgarden, welchen Hitler ab 1933 zur Schaltstelle der nationalsozialistischen Macht ausgebaut und hier politische Entscheidungen über Krieg und Frieden sowie den Holocaust getroffen hat. Heute zeigt uns die Dokumentation Obersalzberg in einer umfassenden Ausstellung das ereignisreiche und komplizierte historische Geschehen während der NS-Diktatur.
 Die Besichtigung der Dauerausstellung sowie historischen Bunkeranlagen regte uns zum Nachdenken an.

Um das Gesehene zu diskutieren und zu „verdauen“, kehrten wir beim „Windbeutelbaron“, dem Alpengasthof Graflhöhe ein. Anschließend ließen wir den Tag mit Sauna und einem guten Abendessen im Hotel ausklingen.  Unser Gasthof Hölle sorgte für himmlische Genüsse.

Nach einem langen Frühstück machten wir uns am Samstag, den  15. Mai auf den Weg zur Salzburger Universität, wo wir die Startunterlagen in Empfang nahmen. Das Angebot der Läufer-Messe gestaltete sich übersichtlich; auch beim Abholen der Unterlagen gibt es keine Wartezeiten. So hatten wir alles schnell erledigt und viel Zeit für eine weitere Stärkung im Café Fürst. Hier erfand 1890 der Salzburger Konditor Paul Fürst die heute weltbekannte Salzburger Mozartkugel. Neben den leckeren Pralinen ließen wir uns ebenfalls die verschiedensten Torten munden.

Mit einer kleinen „höllischen“ Nudelparty am Abend legten wir eine gute Grundlage für das große Event, den Marathon. 4719 Läuferinnen und Läufer aus 45 Nationen meldeten sich für das Lauf-Festival in der Mozartstadt an. Jeder Teilnehmer am Salzburg AMREF Marathon unterstützte mit seinem Start die Hilfsorganisation AMREF. „Ganz Salzburg stirbt an Malaria“, hieß letztes Jahr eine Kampagne in der Stadt. Genau so viele Menschen, wie Salzburg Einwohner hat, starben in der Region Ostafrika 2009 an den Folgen von Malaria. „African Medical and Research Foundation inc. Flying Doctors Service” (AMREF), die Organisation der fliegenden Ärzte, verfolgt das Ziel, in Ostafrika einen flächendeckenden Basisgesundheitsdienst mit einheimischen Fachkräften zu ermöglichen.  Somit liefen wir hier also alle für einen guten Zweck!

Der Blick am Sonntagmorgen aus dem Fenster verkündet uns leider „Unheilvolles“. Es hatte sich vollkommen zugezogen und es regnete … und zwar durchgehend. Startzeit war 9 Uhr; daher begaben wir uns bereits um 6:45 Uhr zum Frühstück. Leider konnten wir das üppige Angebot nicht so genießen wie in den letzten Tagen. Nach der kleinen Stärkung fuhren wir mit zwei Autos in die Innenstadt und erreichten trocken den Zielbereich für die „Kleidersackerl“-Abgabe. Danach ging es in unseren stylischen Müllsack-Überwürfen zum Start am Ferdinand-Hanusch-Platz.

Uns erwartete ein Rundkurs von 21,1 km durch die zum Weltkulturerbe zählende Salzburger Altstadt, welcher von den Halbmarathonläufern einmal und von den Marathonis zweimal durchlaufen wurde.  Vom Rudolfskai ging es über Nonntal und die Hellbrunner Allee in den Süden der Stadt. Auf diesen ersten Kilometern wurden uns die Prachtgebäude des Salzburger Hochadels geboten, vom ehemaligen Schloss Lasserhof zum Schloss Frohnburg und Schloss Emsburg. Den Höhepunkt und Abschluss auf dieser Schlössermeile bildete für uns nach fünf Kilometern und rotem Teppich als Laufuntergrund ein architektonisches Juwel der Extraklasse, welches bis heute zu den prächtigsten Renaissance-Bauten nördlich der Alpen zählt: das Lustschloss Hellbrunn mit seinem weitläufigen Park und seinen weltweit einzigartigen Wasserspielen.

Bei Kilometer zehn nahe dem Gasthof Hölle wartete unser exklusiver Helfer Ralf, der Regenjacken, Mützen entgegen nahm und fleißig Fotos von uns nassen, hochmotivierten Läufern schoss. Weiter über Leopoldskron, Riedenburg, Lehen, dem Schloss Mirabell liefen wir über die Staatsbrücke wieder hinein in die Altstadt zum Zielgelände am Max-Reinhart-Platz. Von den 3985 Läuferinnen und Läufern, die schließlich am Start standen, erreichten 3924 das Ziel.

Der Salzburg AMREF Marathon war trotz regnerischer und kühler Bedingungen ein voller Erfolg für die Läufer des TV Kalbach sowie eine tolle Geburtstagsfeier für Bea und Stephan.

Anja und Bea liefen an Matthias Seite den Halbmarathon erstmals unter zwei Stunden. Angela lief nach ursprünglich geplantem Halbmarathon dann doch die vollen 42 km und erkämpfte sich in ihrer Altersklasse W50 Platz eins. Stephan, Moritz und Thomas verbesserten ihre Marathonzeit um wertvolle Minuten. An seinem Ehrentag löste Stephan Voss unseren laufenden  Praliné-Meister Christian Ruzicka  ab (3:21:53 Frankfurt Marathon 2009) und setzte mit 3:21:27 die neue TVK-Marathonbestzeit.

Wir hatten auf jeden Fall eine höllisch gute Zeit!

Halbmarathon:

Rang Stnr Name Jg. Klasse Kl-Rg. Brutto/Rg. Netto
1072 2860 Otto Anja 82 W-20 49 2:02:15/1107. 1:58:13
1101 902 Löwe Matthias 52 M-55 37 2:03:00/1135. 1:58:58
1102 2618 Jung Beatrice 82 W-20 52 2:03:00/1136. 1:58:58
1562 2881 Möller Stefanie 84 W-20 107 2:33:24/1559. 2:29:22

Marathon:

Rang Stnr Name Jg. Klasse Kl-Rg. Brutto/Rg. Netto
108 903 Voss Stephan 72 M-35 24 3:21:41/107. 3:21:27
230 770 Weber Thomas Dr. 74 M-35 39 3:42:12/225. 3:41:53
233 901 Hahn Angela 60 W-50 1 3:42:30/227. 3:42:16
306 900 Schmidt Moritz 80 M-30 23 3:53:24/294. 3:53:10

Stefanie Möller

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