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Nov
03

Frankfurt Marathon 28.10.2018

 

Es war wieder einmal so weit, das letzte Wochenende im Oktober, die

Uhren werden wieder umgestellt, traditionell der Tag an dem in Frankfurt

einer der ältesten Marathons stattfindet. Tausende Läufer haben sich

wieder dafür entschieden, den Frankfurt Marathon in seiner gesamten Länge

oder als Etappe (Marathon wird von vier Läufern gelaufen) zu bestreiten.

Für mich war es bereits die 13. Auflage. Wer am Frankfurt Marathon mehr

als 10mal teilgenommen hat erhält seine ewige personalisierte

Startnummer. Damit verbunden ist eine besondere Betreuung.

Bereits Anfang August, 12 Wochen vorher, begann ich meinen Trainingsplan

abzuarbeiten. Wir hatten in dieser Zeit Urlaub, Trainingspause war

nicht, ich machte brav mein Hügeltraining und meine langen Einheiten. Das

Hügeltraining hat mir zu einiges mehr an Power in den Beinen verholfen.

Die langen Einheiten über drei Stunden mit Endbeschleunigung und das

regelmäßige “Lauf ABC” im Verein haben auch einiges dazu beigetragen,

meinen Laufstiel zu optimieren. Letztendlich war mein Ziel, den gesamten

Marathon gleichmäßig durchzulaufen und eine Zeit unter vier Stunden

zu erreichen. In diesem Jahr waren die Trainingsbedingungen sehr gut, es

war immer schön warm, kein Regen und auch meine Laufbegleitung Claudia

hat mich bei meinen so “heißgeliebten Dreistundenläufen” immer wieder

motiviert. Claudia war es, die am Ende der langen Läufe das Tempo noch

einmal forciert hat.

Die gesamten 12 Wochen der Vorbereitung waren für mich erstmalig so

richtig schön. Trotz Tempoverschärfung war ich nach den Dreistundenläufen noch gut drauf, fühlte mich wieder mal richtig fit. In den letzten

zwei Wochen wurde das Training im Umfang zurückgefahren. Trotz der Taperingphase hatte ich zum Wettkampftag aber immer noch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend(habe ich eigentlich bei jedem Wettkampf).

Eine Woche vorher besuchte ich ständig meine Wetter App, die mir bisher

immer ganz gute Vorhersagen gemacht hatte. Die Prognosen für Sonntag waren

ständig anders, mal Regen und Starkwind, dann wieder kein Regen, dafür

aber kalt dann wieder Kälte, Regen und Wind dann ………. beruhigend war das nicht, zumal ich nicht so recht wusste was ich anziehen sollte. Dann am

Samstag vor dem Lauf habe ich mich entschieden: kurze Hosen und ein

langärmliges Laufhemd und Handschuhe.

Am Wettkampftag hat es sich bewahrheitet, es war kalt und windig. Meine

Bekleidungsstrategie habe ich nicht mehr geändert.

Ich fuhr mit der U-Bahn zur Messe zum altgewohnten Treffpunkt und machte

mich startklar, habe noch eine Banane gegessen und ging in den Startbereich. Dort wärmte ich mich noch ein wenig auf. Um 10 sind die Eliteläufer gestartet und ich in der ersten Gruppe bin dann 10 Minuten später losgelaufen.

Es ging, wie auch in den letzten Jahren, erst mal 8 Km kreuz und quer

durch die Frankfurter Innenstadt. Der Wind war teilweise sehr kräftig,

aber ich dachte an die lange Mainzer Landstraße, wo der Wind bisher

immer von hinten kam. Ich lief über den Main nach Sachsenhausen, durch

die Goldsteinsiedlung nach Schwanheim. Halbmarathon, hurra die erste

Hälfte ist geschafft. Mit Blick auf meine Uhr kam eine innere Freude

auf, deutlich unter 2 Stunden und ich fühlte mich noch richtig gut. Ich

wusste allerdings auch, dass der Hammermann bei Kilometer 30 kommt und

dann geht der Marathon erst richtig los. 30 Kilometer, das ist die

Distanz, die mein Körper während des Trainings gelernt hatte. Es ging

weiter nach Höchst und über die Mainzer Landstraße zurück nach

Frankfurt. Jetzt wusste ich, dass ich gleich Matthias sehen

werde und bei Kilometer 35 war es dann auch soweit. Der Sprecher am

Straßenrand (Van-Man von Runners Point) übermittelte mir per Lautsprecher ein paar nette Grüße, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Noch gut 7 Kilometer (kleine Harheim Runde) galt es zu bewältigen. Ich

wartete auf den Hammermann, dem ich mich mit Biss gegenüber stellen

wollte, so richtig kam er dann doch nicht. Alte Oper, Stefanie hat mich

noch mal motiviert, Kilometer 40 stand wieder Matthias, auch er hat mich noch einmal angefeuert, Einlauf in die Gudd Stubb (Festhalle) nach 3 Stunden und 48 Minuten als 18 von 129 gestarteten Frauen in meiner Altersklasse. Ich war super glücklich, natürlich waren die Beine müde, aber längst nicht so, wie in den vergangenen Jahren.

Der Tag wurde am Abend mit Freunden in einer gemütlichen Gaststätte

abgeschlossen.

Danke an Claudia, die mich bei vielen Läufen begleitet hat und an meinen

Mann, der mir die Vorgaben zu meinem Training gemacht hat und mich dabei immer motiviert und unterstützt hat.

Angela

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