Mai
02

Prag Halbmarathon

Endlich wieder mal ein Lauf im Ausland. Prag ist ja eine tolle Stadt die uns neugierig gemacht hat und so haben wir uns entschlossen den Halbmarathon dort zu laufen.

Einen Tag vor dem Lauf haben wir uns bei netter Atmosphäre und einem typisch tschechischen Nationalgericht, mit einer großen Laufgruppe aus Frankfurt auf den HM eingestimmt und gestärkt!

Nun war es auch schon soweit. Nachdem wir uns in den richtigen Block eingeordnet haben – bei tollem Sonnenschein und „warmen“ 9 Grad – wurde der Start des Halbmarathons mit dem Wolgau-Lied und der Begleitung eines Hubschraubers um 10 Uhr eingeläutet. Es war wie immer ein tolles Gefühl dabei zu sein. Die ersten 15 km meisterten wir in einem guten 5er Schnitt, obwohl die Strecke teilweise aus Pflasterstein bestand, wir Schienen und 7 Brücken überquerten und über offene Gullis springen mussten! Davon haben wir uns aber nicht entmutigen lassen, Livebands und viele, gut gelaunte Zuschauer haben uns motiviert und angefeuert.

Die letzten paar Kilometer ist dann jeder für sich sein eigenes Tempo gelaufen. Mit der Organisation und der Versorgung während und nach dem Lauf waren wir zufrieden. Mit 1:54:02 und 1:56:00 sind wir ins Ziel gekommen. Ein schönes Laufereignis, wir können den Lauf und die Stadt nur empfehlen.

Auf ein Neues in 2017 und vielleicht auch mit ein paar Läufern mehr  vom TV Kalbach ?

Evelyn und Carolin

 

Jan
08

Es ist vollbracht!

Zwei Laufrunden wurden markiert und kilometriert,

Nachdem vor einingen Jahren vom Ortsbeirat beschlossen wurde, eine längere und eine kürzere zu markieren und zu kilometrieren, begann ein scheinbar unendlicher Weg, die Genehmigungen der unterschiedlichsten Behörden einzuholen. Mehrere Jahre sind vergangen bis es dann endlich für die Markierungen keine Einwände mehr gab, die alle 500 Meter die zurückgelegte Distanz anzeigen sollen. Auf der Karte ist eine 10,2 und in rot eine 6,6 Kilometer-Strecke markiert. Gelaufen wird in Pfeilrichtung. Alle 500 Meter ist in Laufrichtung rechts auf dem Boden eine Kilometerangabe.

Jan
08

Ich geh dann mal laufen

Januar, ein neues Jahr. Für viele Menschen ist das die Zeit der guten Vorsätze. Aber warum eigentlich? Vorsätze fassen kann man das ganze Jahr. Und mit Hilfe mit den Läuferinnen und Läufern des TV Kalbach kann man sie auch umsetzen. Aber der Reihe nach…

…Rückblick, Sommer 2015: Grillfest mit ein paar Eltern und den Kindern, die Sommerferien haben angefangen. Als wir alle wieder zu Hause sind, werden Fotos umhergeschickt. Eines zeigt den Mann am Grill. Das T-Shirt spannt, das Gesicht wirkt moppelig. Ich erschrecke: Das bin ja ich! Tags darauf steige ich morgens auf die Waage. Die Ziffer auf der Anzeige bringe ich nur mit Mühe mit mir selbst in Verbindung. Das Gewissen meldet sich: „Du musst was ändern!“

Ein paar Tage später sitze ich montags an der Sportanlage in Harheim. Hier findet – nur in der hellen Jahreszeit, im Winter trifft man sich in der Halle am Sportzentrum Kalbach – das Lauf-ABC statt. Eine Gruppe an Läufern trifft ein, ich stelle mich vor und frage nach dem Trainer, nach Matthias Löwe. Alle begrüßen sich freundlich, klatschen sich ab, bevor sie sich auf ihre Runden machen. Matthias läuft mit mir, will wissen, warum ich zum Lauftreff gekommen bin. Ich höre mich laufend sagen: „Ich glaube, ich werde zu dick.“ Matthias mustert mich und erwidert: „Das glaube ich auch.“ Ja, unser Trainer kann sehr direkt sein!

In den folgenden Wochen merke ich, dass er das manchmal auch sein muss. Wir besprechen, wie wir mich ans Laufen kriegen. Versucht hatte ich, der früher, vor etwa zehn Jahren, noch regelmäßiger Läufer war, schon häufiger, wieder regelmäßig etwas für meine Ausdauer zu tun. Aber mit Beruf und kleinen Kindern wird der innere Schweinehund immer gemeiner, fieser und hartnäckiger. Und wenn ich mal wieder einen Vorsatz gefasst und mit dem Laufen angefangen hatte, hätte ich es wohl gleich übertrieben, diagnostizierte Matthias. In den vergangenen Jahren litt ich, wenn ich lief, schnell an brennenden Schmerzen am Schienbein. Diese rührten, so Matthias‘  Vermutung, davon, dass ich mich zu schnell an zu langen Strecken versucht hatte.

Ich war angenehm überrascht: Hatte ich auf der Seite des Lauftreffs von Marathonläufern gelesen, die mich schwer beeindruckten, riet mir Matthias nun erstmal: „Du musst lernen, langsam zu laufen, am besten mit Pulsuhr.“ Und neben vielen Hinweisen zur Ernährung hatte er noch einen Rat: „Besprich mit deiner Familie, wie viel Training für die Bedürfnisse der Familie realistisch ist!“

Wir verabreden, dass ich ein Mal in der Woche zum Lauftreff komme, immer dienstags. Dort finden sich verschiedene Gruppen zusammen, manche laufen eine kürzere Runde, andere eine größere. Ich schließe mich der „kleinen Harheimrunde“ an und habe anfangs ganz schön zu kämpfen,  die gut sieben Kilometer zu packen. Mit meiner Familie vereinbare ich, dass ich weitere ein- bis zweimal in der Woche allein laufe. Ganz langsam! Und ich verzichte komplett auf Süßigkeiten, achte auf die Ernährung.

Es dauert, bis Vorsätze zur Gewohnheit werden. Ein paar Mal fehle ich dienstags, Dienstreise, Kind krank, eigene Erkältungen – wie das halt so ist. Matthias ist ein freundlicher Mensch, aber – siehe oben – er kann sehr direkt sein. Als ich zwei Woche in Folge nicht zum Treff erschienen war, lief er im Frühherbst bewusst eine Runde allein mit mir und erinnerte mich an meine Ziele: „Du willst dünner und fitter werden. Das ist dein Wunsch, es ist alles freiwillig!“ Er redet mir ins Gewissen, die Worte hallen bis heute in mir nach. Er hat Recht: Es ist mein Wunsch!

Mittlerweile komme ich fast jede Woche zum Lauftreff, einen weiteren Lauf für mich allein baue ich ebenfalls in (fast) jeder Woche in den Berufs- und Familienalltag ein. Manchmal auch zwei. Oft mit Pulsuhr, die ich mir auf Matthias‘ Anraten hin gekauft habe, um nicht zu schnell zu werden. Bei einem Plus von mehr als 144 piepst die Uhr, dann werde ich langsamer. Das ist richtig erholsam und baut Stress ab! Die Schienbeine schmerzen nur noch ganz selten, gut acht Kilo habe ich seit dem Foto am Grill verloren.

Jetzt, im Winter, treffen wir uns auch sonntags um 10 Uhr, um lange Läufe zu machen. Auch dann laufen wir langsam, für die Ausdauer. Das ist eine gute Gelegenheit, in Ruhe mit den anderen Läuferinnen und Läufern ins Gespräch zu kommen. Man erfährt etwas über ihre Lebensläufe, wo sie herkommen, wo sie aufgewachsen sind, was sie beruflich machen. Das ist ein schöner Nebeneffekt des gemeinsamen Laufens. Es geht oft, aber eben nicht immer um Lauf- und Ernährungstipps – es geht ganz oft auch um das, was jeder so erlebt und auf der Strecke verarbeitet.

An die guten Vorsätze denkt man dann gar nicht mehr so oft – die laufen irgendwann einfach so mit. Ich kann jedem raten, Kontakt mit Matthias aufzunehmen. Er weiß Rat, wie man den Einstieg findet. Er dosiert das Einstiegsprogramm. Er ist Ernährungsberater und kann auch in diesem Bereich viele Tipps geben. Niemand muss Angst haben, überfordert zu werden. Und niemand wird belächelt, wenn die ersten Schritte klein sind!

Nils Husmann

Nov
08

Frankfurt Marathon 2015

This is your day – oder: Das war unser großer Tag…

Endlich war es soweit und der 25. Oktober 2015 war endlich angebrochen. Nun konnten wir zur Messe Frankfurt aufbrechen, um unseren großen Lauf zu bestreiten. Wie lange hatten wir auf diesen Tag gewartet und hin trainiert?
Um genau zu sein, hatte ich genau ein Jahr auf diesen Tag gewartet. Letztes Jahr zum Frankfurt-Marathon stand ich auf dem Balkon der Messe und habe den Start und unsere Läufer vom TV Kalbach beobachtet. Es war so überwältigend, dass ich beschloss, nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Ich hatte mich gleich im November 2014 angemeldet und nun ein Jahr auf diesen großen Tag gewartet. Zum Glück war der Tag nun endlich da und ich war nicht allein. Mit mir sind auch Anne, Angela, Axel und Tom und Markus gestartet.
Die große Aufregung hat sich also auf 12 Beine verteilt. Alle waren wir froh, dass das lange Training an der Nidda sich nun endlich auszahlen sollte. Endlich konnten wir unserem Trainer Matthias zeigen, dass sein toller Trainingsplan, welcher uns seit August begleitete, nun endlich den großen Erfolg zeigen würde.
Angela durfte das erste mal mit ihrer „ewigen“ Startnummer starten, die man nach 10maliger Teilnahme beim Frankfurt-Marathon bekommt.
Kurz vor 10 Uhr gingen wir aufgeregt zum Start und dann fiel der Startschuss und mit ihm, zumindest bei mir, die ersten Tränen. Da war ich nun endlich wieder dabei, ein Marathonie, nach 3 Jahren Baby-Pause ging es nun ab auf die 42,195 km.
Wir waren alle recht voreilig und rannten was das Zeug lief, alle guten Vorsätze und Ratschläge unseres Trainers waren verflogen und mit dem Rausch der 15.000 anderen Läufer schlängelten wir uns durch die Straßen Frankfurts. Es war mächtig was los auf und neben der Strecke. Auch ohne Sonne wurde es uns recht warm ums Herz, dank der vielen Zuschauer und unserer fleißigen Anfeuerer vom Lauftreff des TV Kalbach.
Doch die erste große Euphorie hielt etwa bis zu Kilometer 21 an. Da dachte ich mir zwar, so nun geht es auf den Heimweg, aber da kamen auch die ersten Wehwehchen und es fing an anstrengender zu werden.
Der große Hammer kam jedoch erst bei Kilometer 30, da kam die große Unlust, die Frage aller Frage: Warum mache ich das hier, warum tu ich mir das an? Immer wieder fragte ich mich das, aber es gab keine Antwort. „Heißt den Schmerz willkommen“ meinte unser lieber Matthias im Vorfeld, aber ich wusste in dem Moment als er kam nicht, ob ich dazu bereit war.
Aber wir liefen weiter und liefen und liefen, die lange Mainzer Landstraße entlang, wo weit entfernt die Skyline der Innenstadt am Horizont erschien. Und endlich bei Kilometer 36 waren wir wieder in der Innenstadt. Mal ging es schlechter, mal ging es besser und irgendwie rückten das Kilometerschilde mit der 40 immer näher. Nur noch 2 km und 195 Meter. Juhu fast bin ich im Ziel. Ich war wie im Rausch und in der Fressgasse sang Helene Fischer ihr Atemlos gefühlt nur für mich.
Nun war dann alles vergessen, nichts tat mehr weh und meine Beine liefen wie von selbst. Immer schneller rannte ich an den jubelnden Menschen vorbei und wollte hinein in die Festhalle. Doch der Eingang wollte nicht kommen, 2,195 km können ganz schön lang werden.
Aber dann endlich, der rote Teppich, die dunkle Halle, die Lichter, die jubelnden Zuschauer, es war soweit. Jetzt wusste ich sofort wieder, warum ich diese Quälerei auf mich genommen habe. Nur für diesen einen Moment. Die Emotionen liefen über, mit einem lachenden und einem weinenden Auge und mit viel Gänsehaut überschritt ich nach 4:27 Stunden die Ziellinie, Angela und Tom waren schon seit einiger Zeit im Ziel und erwarteten mich. Unmittelbar nach mir kamen auch Axel und Anne ins Ziel. Für Markus war dieser Marathon ein ganz besonderer. Er stellte eine für uns alle unfassbare Bestzeit auf und kam mit 3:06 Std. ins Ziel.
Wir waren alle glücklich, aber auch ganz schön geschafft. Doch die Freude war größer, die Freude über diese wahnsinnige Leistung, die wir da endlich geschafft hatten.
Ein ganz großer Dank geht an unsere Beine und natürlich an unseren Trainer Matthias. Ob ich mich jetzt allerdings auch gleich wieder im November für den Marathon in 2016 anmelde, da bin ich mir nicht so sicher, denn eins kann ich euch sagen: 42 Kilometer sind doch ganz schön weit. Aber: Das war unser großer Tag

Markus Halm 3:06:32 Std.
Tom Bienert 3:21:23 Std.
Angela Löwe 3:47:56 Std.
Anja von Cleef 4:27:09 Std.
Axel Hoffmann 4:30:43 Std.
Anne Oeckel 4:46:44 Std.

Frankfurt Marathon 2015

Anja von Cleef

Sep
23

39. Hugenottenlauf 20.09.2015

Geb ich Gas, oder lieber nicht?
Oder besser: gebe ich alles, oder belasse ich es bei einem lockeren Trainingslauf? Diese Frage stellten sich so einige von uns beim 39. Hugenottenlauf am Sonntag dem 20.09.2015 in Neu Isenburg.
Es war die letzte Chance vorm Frankfurt Marathon nochmal zu testen, ob die eigene Fitness ausreicht und das bisherige Training Erfolge zeigt.
Viele lange Läufe an der Nidda lagen bereits hinter uns und nun hieß es nochmal Gas geben. Das Wetter war optimal und so starteten wir aufgeregt aber gut gelaunt um 9:00 Uhr zum Halbmarathon oder 9:15 Uhr zum 10 km Lauf. Es ging durch den Wald zurück zum Stadion in Neu Isenburg. Angespornt von den anderen 1024 Läuferinnen und Läufern auf der Halbmarathondistanz wurde schnell klar: wir geben Gas! Ein lockerer Trainingslauf sollte es nicht werden, vielmehr ein Austesten unserer Fitness.
Der von unserem Trainer Matthias gut zusammengestellte Trainingsplan und unser eigener Trainingsfleiß im Vorfeld sollten sich auszahlen. So erreichten alle Teilnehmer vom TV Kalbach Ihre Ziele und einige liefen sogar eine neue persönliche Bestzeit. Eins hatten wir jedoch alle gemeinsam: ein Lächeln im Gesicht, als wir das Ziel erreichten und etwas mehr Mut und Sicherheit für den Frankfurt-Marathon. Es war für alle ein gelungener Lauf, den wir anschließend bei Getränken und einem Stück Kuchen ausklingen ließen.
Frankfurt kann kommen.

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10km Lauf Zeit: Platzierung:
Caroline Hertling 52:55 6. Altersklasse W 30
21,1km Lauf Zeit: Platzierung:
Anne Oeckel 1:50:11 8. Altersklasse W 30
Anja von Cleef 1:56:08 13. Altersklasse W 30
Evelyn Hertling 2:01:05 20. Altersklasse W 30
Angela Löwe 1:45:32 1. Altersklasse W 55
Tom Bienert 1:33:18 17. Altersklasse M 30
Axel Hoffmann 2:05:00 36. Altersklasse M 55

Anja von Cleef

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