Jun
18

Eschathlon

Der Eschathlon ist eine kleine, schöne Laufveranstaltung in Eschborn. Diese fand am 16.6.2019 zum 6. Mal statt. Gelockt von günstigen Meldebeiträgen und einem schicken Funktionsshirt sind Annegret, Angela, Tatjana, Matthias und Thomas zum 10 km Lauf angetreten. Leider wurde der Beginn der Veranstaltung von leichtem Regen begleitet, so dass die Läufer sich unter Überdachungen oder dem Eingangsbereich des Rathauses verkrochen. Start war um 9:20, zwanzig Minuten nach dem Halbmarathon.

Die Strecke ist recht anspruchsvoll aber schön. Es geht überwiegend  durch grüne Parkanlagen und Wiesen gen Norden. Immer mit einem leichten Anstieg auf der ersten Hälfte des Kurses.An vielen engen Biegungen, die gerne auch über Holzbrücken gehen, machten Streckenposten auf die Rutschgefahr aufmerksam. Es regnete ja.

Mein Fokus lag auf der jungen Dame mit der 49:00 auf dem Luftballon. Diese lief ziemlich gut im Schnitt und tat das auch nach jedem Kilometer mit einem Daumen nach oben kund. Trotzdem irgendwie flott, so dass ich mich ganz schön strecken musste, um nicht abreißen zu lassen. Wo es rauf geht, geht es auch wieder runter. Auf dem Rückweg ging es dann wohl auch bergab, was gar nicht so zu spüren war. Und zwei Gemeinheiten gab es aber dann auch noch. Um Kilometer 9 führten noch 2 Brücken über eine 4-spurige Bundesstraße. Diese Steigungen taten dann nochmal weh. Das Feld um die 49:00 hatte sich ziemlich ausgedünnt. Die verblieben Läufer wurden auf den letzten 1000m von ihr angeschrien jetzt nochmal alles zu geben.

Das hat dann auch irgendwie funktioniert, so dass ich einige Sekunde vor ihr mit knapp 49 Minuten das Ziel passierte. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen konnte der Kuchen, dessen Einnahmen einem guten Zweck zugutekamen, dann doch noch im Freien genossen werden. Tolle Veranstaltung, hat Spaß gemacht, bis zum nächsten Jahr.

Thomas

Jun
18

Laufen und ich, ich und Laufen?

Mein Name ist Tatjana und bin Mutter von zwei Kindern, arbeite in Vollzeit und wohne auf dem Riedberg. Da bleibt nicht viel Zeit zum Sport. Mal klappte es mal, mal nicht. Ich war frustriert. Das ständige Auf und AB ging mir auf den Keks.

Dann landete ich einen Volltreffer: Durch eine Bekannte erfuhr ich vom Lauftreff Riedberg. Mein Gedanke: ich kann doch nichts verlieren, ich probiere mal. Trainer Matthias erzählte was von Lauf ABC. Na toll dachte ich mir, wo bin ich gelandet. Aber ich dachte mir, gehst halt noch mal hin. Mal schauen, bist nicht alleine.

Der Anfang war schwer, ich bin gelaufen, die Strecken wurden länger, aber ich bin immer wieder an Grenzen gestoßen, so dass ich auch Rückfälle hatte. Matthias und seine Frau Angela hatten Geduld, Nerven und haben an mich geglaubt.

Das Laufen wurde zu einem wichtigen Termin in meinem Kalender, und es gibt immer jemanden in der Gruppe, der vielleicht nicht Lust hat unbedingt heute zu laufen, aber die Gruppe nötigt einen (im positiven Sinn) dann doch dabei zu sein; und wenn es dann mal wieder schwer wird, dann gibt es immer jemanden, der die anderen anspornt die Tagesziele zu erreichen. Zudem habe ich eine neue Freundin gefunden, wir unterstützen uns gegenseitig.

Die Trainingseinheiten wurden länger, zehn Kilometer waren schneller erreicht (mein Ziel) als gedacht, aber an einen Halbmarathon habe ich nie gedacht. Doch ich habe die Rechnung ohne Matthias und Angela gemacht. Zugegeben, der Gedanke reizte mich meinen Lebenslauf zu erweitern und der Ehrgeiz sich und anderen etwas zu beweisen wuchs.

Dann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und meldete mich zum Halbmarathon in Mainz an, ich war ja nicht alleine.

Das war ein großer Schritt. Jetzt stand ein großes Ziel für mich fest. Ich werde zwei Monate später versuchen einen Halbmarathon zu laufen, aber es gab viele Zweifel, ob ich das jemals schaffe. Die Strecken wurden länger, mal schneller, mal Intervall und die Ergebnisse wurden besser und besser aber auch immer anstrengender. Es gab auch Gedanken, ich kann nicht mehr, ich höre auf. Leider gab es diese Option zur Auswahl in der Gruppe nicht.

Irgendwann kam Tag X. Matthias kannte meine Schwächen und stand mir zur Seite. Es war eine ganz andere Situation. Ich war nicht alleine. Es waren plötzlich tausende von gleichgesinnten, die alle laufen wollten. Einige wesentlich schneller als ich, andere sogar einen ganzen Marathon aber auch viele wie ich, die erstmal nur den Halbmarathon schaffen wollten.

21km sind eine Strecke die echt lang ist, ca. zwei Kilometer vor dem Ziel habe ich geschwächelt und wäre ich alleine gewesen hätte ich vielleicht sogar aufgegeben. Aber Matthias war neben mir, er hat mir zugeredet und mich unterstütz. Am Ende sind wir dann Seite an Seite durch das Ziel gelaufen, ich hatte dabei zwar ein angestrengtes, aber glückliches Lächeln – ich habe es geschafft.

Dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Hätte mir jemand vor sechs Monaten gesagt, ich würde in sechs Monaten einen Halbmarathon laufen, hätte ich ihn für Verrückt erklärt. Aber die Tatsachen beweisen das Gegenteil. Direkt nach dem Lauf hatte ich zwar eine “nie wieder”-Stimmung, aber ich habe meine Leidenschaft für das Laufen entdeckt und verstanden, dass man große Dinge erreichen kann, wenn man mit guter Unterstützung daran arbeitet, genau das motiviert mich auch bei weiteren Läufen mitzumachen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Matthias und seiner Frau Angela bedanken und Ihnen meinen größten Respekt aussprechen. Mit meiner neu gewonnenen Lauffreundin Tanja freue ich mich auch weiterhin viele km zu teilen.

Jun
17

Steinberger Wald-Volkslauf

Da hatte mich doch meine Kollegin überredet bei dem Steinberger Wald-Volkslauf mitzulaufen mit der Begründung mir sogar persönlich das Wasser zu reichen…ich meldete mich also gleich für den Maincup Lauf für die Distanz 21,0975 km an – wenn schon richtig! Es ist ein idyllischer Waldlauf und im Mai ganz angenehm zu laufen.

Als ich dann am 26.5. aus dem Auto stieg ertönte gleich eine Begrüßung der Läufer durch das Mikro. Ich holte meine Startnummer und war startklar für den Lauf – noch ein paar Warm ups mit einem Trainer für alle Läufer – und los konnte es gehen. Die Halbmarathonis sind in einer überschaubaren Gruppe gestartet und nach schon 8 km hat sich alles entzerrt…ich war auf mich konzentriert, konnte die Natur genießen und die gute Luft einatmen.

Der Pfeil aus Sägespäne, wie bei der Schnitzeljagd, weißte mir den Weg, die anderen waren mit “kein Durchgang” markiert – es konnte also nichts schief gehen.

Ich hatte nach 10 km noch mehr Energie und Power in mir und zog mein Tempo bis zum Ziel an. Die Wasserstationen und die Schwämme erfrischten mich und ich war wieder neu aufgeladen. Die Bongospieler haben meine Stimmung noch mehr steigen lassen, die Helfer klatschten und sprachen mir Mut zu “ Ganz toll, das schaffst du!”. Als ich dann kurz vor dem Ziel war habe ich nochmal Gas gegeben.

Das leckere alkoholfreie Bier und der Kuchen waren am Ende dann meine große Belohnung. Ein toller und gut organisierter Lauf – im nächsten Jahr bin ich gerne wieder dabei.

Evelyn

Feb
22

Lauf10

„…immer gefordert, jedoch nie überfordert…“

 

Ende Juli 2018 packte mich mal wieder der Ehrgeiz und ich wollte meine (damals ziemlich eingerosteten) Lauffähigkeiten verbessern. Von der Vereinsseite wusste ich, dass es einen Lauftreff gibt. Eine Freundin kannte zudem noch den Trainier Matthias und gab mir seine Nummer. Drei SMS später waren wir für Montag auf dem Sportplatz in Harheim verabredet.

Obwohl ich keinen kannte, wurde ich sofort von allen Teilnehmern sehr herzlich begrüßt. Nachdem Matthias allen ihre Übungen zum Aufwärmen gegeben hatte, nahm er sich für mich und meine Wünsche lange Zeit. Im Gespräch erklärte er mir, wobei er und der Verein mich bei meinen sportlichen Zielen unterstützen können.

Meine Lauferfahrung hielt sich bis dahin sehr in Grenzen. Ich konnte vor einigen Monaten mal 5 km langsam am Stück laufen. In trainingsintensiveren Wochen auch mal 7-8 km. Jedoch die 10 hatte ich bislang nie geknackt. Dazu war mein innerer Schweinehund doch zu hartnäckig.

Wie für mich gemacht war demnach die Laufgruppe „Lauf10“, die jeden Mittwoch von 19 – 20 Uhr stattfindet. Hier trainierte Matthias uns, das gemeinsames Ziel zu erreichen: 10km am Stück laufen!

Von da an war ich nun jeden Montag und Mittwoch bei Matthias im Training. Und schon 11 Wochen später konnten wir, ohne überfordert zu sein, die 10km laufen! Was waren wir stolz! J

Heute bereiten uns die 10km keine Sorgen mehr. Matthias hatte uns mental und körperlich so gut vorbereitet, dass wir uns zwar immer gefordert, jedoch nie überfordert gefühlt haben.

Ich rate allen, ihren inneren Schweinehund mal für 1 Stunde alleine Zuhause zu lassen und vorbei zu kommen. Gemeinsam mit Matthias werdet auch ihr eure sportlichen Ziele erreichen!

Es grüßen euch Tanja und ihr (mittlerweile kleiner) Schweinehund J

Nov
03

Frankfurt Marathon 28.10.2018

 

Es war wieder einmal so weit, das letzte Wochenende im Oktober, die

Uhren werden wieder umgestellt, traditionell der Tag an dem in Frankfurt

einer der ältesten Marathons stattfindet. Tausende Läufer haben sich

wieder dafür entschieden, den Frankfurt Marathon in seiner gesamten Länge

oder als Etappe (Marathon wird von vier Läufern gelaufen) zu bestreiten.

Für mich war es bereits die 13. Auflage. Wer am Frankfurt Marathon mehr

als 10mal teilgenommen hat erhält seine ewige personalisierte

Startnummer. Damit verbunden ist eine besondere Betreuung.

Bereits Anfang August, 12 Wochen vorher, begann ich meinen Trainingsplan

abzuarbeiten. Wir hatten in dieser Zeit Urlaub, Trainingspause war

nicht, ich machte brav mein Hügeltraining und meine langen Einheiten. Das

Hügeltraining hat mir zu einiges mehr an Power in den Beinen verholfen.

Die langen Einheiten über drei Stunden mit Endbeschleunigung und das

regelmäßige “Lauf ABC” im Verein haben auch einiges dazu beigetragen,

meinen Laufstiel zu optimieren. Letztendlich war mein Ziel, den gesamten

Marathon gleichmäßig durchzulaufen und eine Zeit unter vier Stunden

zu erreichen. In diesem Jahr waren die Trainingsbedingungen sehr gut, es

war immer schön warm, kein Regen und auch meine Laufbegleitung Claudia

hat mich bei meinen so “heißgeliebten Dreistundenläufen” immer wieder

motiviert. Claudia war es, die am Ende der langen Läufe das Tempo noch

einmal forciert hat.

Die gesamten 12 Wochen der Vorbereitung waren für mich erstmalig so

richtig schön. Trotz Tempoverschärfung war ich nach den Dreistundenläufen noch gut drauf, fühlte mich wieder mal richtig fit. In den letzten

zwei Wochen wurde das Training im Umfang zurückgefahren. Trotz der Taperingphase hatte ich zum Wettkampftag aber immer noch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend(habe ich eigentlich bei jedem Wettkampf).

Eine Woche vorher besuchte ich ständig meine Wetter App, die mir bisher

immer ganz gute Vorhersagen gemacht hatte. Die Prognosen für Sonntag waren

ständig anders, mal Regen und Starkwind, dann wieder kein Regen, dafür

aber kalt dann wieder Kälte, Regen und Wind dann ………. beruhigend war das nicht, zumal ich nicht so recht wusste was ich anziehen sollte. Dann am

Samstag vor dem Lauf habe ich mich entschieden: kurze Hosen und ein

langärmliges Laufhemd und Handschuhe.

Am Wettkampftag hat es sich bewahrheitet, es war kalt und windig. Meine

Bekleidungsstrategie habe ich nicht mehr geändert.

Ich fuhr mit der U-Bahn zur Messe zum altgewohnten Treffpunkt und machte

mich startklar, habe noch eine Banane gegessen und ging in den Startbereich. Dort wärmte ich mich noch ein wenig auf. Um 10 sind die Eliteläufer gestartet und ich in der ersten Gruppe bin dann 10 Minuten später losgelaufen.

Es ging, wie auch in den letzten Jahren, erst mal 8 Km kreuz und quer

durch die Frankfurter Innenstadt. Der Wind war teilweise sehr kräftig,

aber ich dachte an die lange Mainzer Landstraße, wo der Wind bisher

immer von hinten kam. Ich lief über den Main nach Sachsenhausen, durch

die Goldsteinsiedlung nach Schwanheim. Halbmarathon, hurra die erste

Hälfte ist geschafft. Mit Blick auf meine Uhr kam eine innere Freude

auf, deutlich unter 2 Stunden und ich fühlte mich noch richtig gut. Ich

wusste allerdings auch, dass der Hammermann bei Kilometer 30 kommt und

dann geht der Marathon erst richtig los. 30 Kilometer, das ist die

Distanz, die mein Körper während des Trainings gelernt hatte. Es ging

weiter nach Höchst und über die Mainzer Landstraße zurück nach

Frankfurt. Jetzt wusste ich, dass ich gleich Matthias sehen

werde und bei Kilometer 35 war es dann auch soweit. Der Sprecher am

Straßenrand (Van-Man von Runners Point) übermittelte mir per Lautsprecher ein paar nette Grüße, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Noch gut 7 Kilometer (kleine Harheim Runde) galt es zu bewältigen. Ich

wartete auf den Hammermann, dem ich mich mit Biss gegenüber stellen

wollte, so richtig kam er dann doch nicht. Alte Oper, Stefanie hat mich

noch mal motiviert, Kilometer 40 stand wieder Matthias, auch er hat mich noch einmal angefeuert, Einlauf in die Gudd Stubb (Festhalle) nach 3 Stunden und 48 Minuten als 18 von 129 gestarteten Frauen in meiner Altersklasse. Ich war super glücklich, natürlich waren die Beine müde, aber längst nicht so, wie in den vergangenen Jahren.

Der Tag wurde am Abend mit Freunden in einer gemütlichen Gaststätte

abgeschlossen.

Danke an Claudia, die mich bei vielen Läufen begleitet hat und an meinen

Mann, der mir die Vorgaben zu meinem Training gemacht hat und mich dabei immer motiviert und unterstützt hat.

Angela

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